Band 
Fünfter Theil.
Seite
188
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i8S Phosphor,,F.

König und der Königin zu zeigen. Hier sahe Boy»le den Phosphorus zum erstenmahl in Krasts Hän-den und ohne weiter etwas davon zu wissen, alsdaß etwas vom menschlichen Körper dazu käme: soerfand Boyle einen ähnlichen Phosphorus, welches1680 angezeigt wurde, und wovon er den Prozeßeinem Teutschen, Nahmens Hankwitz, mittheilte,der diesen Phosphor häufig zum Verkauf verfertigte,und ein Gewerbe damit trieb i). Inzwischen hatteJoh. Kunkel von Löwenstern in Dresden angefan-gen, für sich allein zu arbeiten, und machte durchbeharrliche Arbeit die Erfindung des Harnphospho-rus zum zweytcnmahle K) daher er auch KunkelsPhosphorus genannt wurde. Kunkel gab diesemPhosphorus die Gestalt etwas großer Steine, wo-mit man, wenn sie in der Hand erwärmt waren,auf Papier Buchstaben machen konnte, die im Fin-stern ganz leserlich waren. Aber alle Methoden die-ser Chemiker und selbst noch die von Hellst im Jahrbeschriebene, waren mühsam und kostbar.Endlich zeigte Marggraf im Jahre i/ 4 Z, dessenVersuche über das Verhältniß des Phosphorus ge-gen Metalle, Haibmetalle, Schwefel und andereMineralien, wie auch über die Bereitung der Sau-re aus dem Phosphorus und deren Verhalten gegenAlkalien und Metalle meistens ganz neue noch nichtbearbeitet gewesene Gegenstände waren, zwey weitleichtere Methoden, den Harnphosphorus zu verfer-tigen , die sich bloß auf die Destillation einer eignenbisher unbekannten Säure mit brennlichen Dingengründeten. Hierdurch zeigte er zuerst die wahrenBestandtheile des Phosphorus, die sicherste Berei-