Band 
Fünfter Theil.
Seite
193
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Physik. i9Z

Bey den Griechen wurde anfangs auch diePhysik, besonders die Lehre von der Entstehung derWelt, vorzüglich vom Thamyras, Linus, MusauSund Orpheus in poetischen Fabeln vorgetragen b).Sie nannten ihre Lehrer der Physik Philosophenoder Freunde der Weisheit. Der erste unter denGriechen, von dessen Naturlchre man etwas gewis-ses weiß, ist Thales, der Stifter der ionischenSccte, welcher zuerst die Physik ohne Allegorienund Fabeln vortrug c); er machte das Wasser zurGrundursache aller Dinge 6), verband aber mitdieser materiellen Ursache auch schon einen Geiste).Dem Thales folgte Anarimander, der vier Elemen-te annahm. Diesem folgte Anarimenes, der dieVcrdickung und Verdünnung der Lust für die Grund-ursache aller Dinge ausgab und Geist und Lust füreins hielt k). Sein Schüler, Anaragoras von Lla-zomene in Jonien, geb. im ersten Jahr der 70.Olymp., nahm eine einzige materielle Grundursachean, und lehrte, daß ein Geist, ein göttliches We-sen oder der göttliche Verstand die Materie in Be-wegung gesetzt, geordnet und das Chaos aus ein-ander gewickelt habe g). Einige glauben, er seyder erste gewesen, der mit der materiellen Grund-ursache einen Geist verbunden habe, aber Thaleshatte schon dieses gethan. Indessen war Aiia^rago-ras der erste, der die Physik aus Jonien nach Athenbrachte und sie daselbst lehrte. Man hat dieses Ver-dienst dem Archelaus, einem Sohne des Apollodo-rus, zuschreiben wollen d), daher er auch den Nah-men Physicus bekommen haben soll; aber Ana/ago-Busch Handb. d. Ers.L. TH. N