Band 
Fünfter Theil.
Seite
217
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Planisphärium. 217

Blon Machimal. Werksckiul«. Dritte Eröffnung v.

I. E. Topxilniiyr- >741. S. 8z-

Planisphärium ist die Verzeichnung ei-ner Halbkugel mit den darauf befindlichen Gegen-ständen auf einer ebnen Fläche. Die Verzeichnungkann entweder nach orthographischer oder nach Stc-reographischer Projcction geschehen. Bey jener wirdangenommen, das Auge sey unendlich entfernt; beydieser, es stehe in der Fläche der Kugel und be-trachte die gegenüber liegende hohle Halbkugel, wiesie sich auf einer durch den Miuclpunet gelegten Ta-fel darstellt. Für die Himmels - und Erdkugel wirdgewöhnlich die Stereogravhifche Projeetion gewählt.Siecheißt Polarprojcction, wenn das Auge im Po-le , Aequatorealprojectivn, wenn es im Aeguatorsteht. Von jener hat schon Cl. Ptolemäus geschrie-ben ; bey den Himmelskarten ist sie die gewöhnlich-ste. Johann de Royas, ein geschickter Geometerlin i6ten Jahrhundert, erfand ein neues Planisphä-riuM, welches dem Pivlemäischeu vorzugehen ist.

Man gebrauchte ehedem solche aufMcssing oderHolz projiciere Vorstellungen der Kreise als astro-nomische Instrumente, unter dem Nahmen der Astro-labien, wie denn die Franzosen noch jetzt unter demPlanisphärium das Instrument verstehen, welcheswir Astrolabium nennen.

Die Mathematiker Jacob Bartsch und JsaaeHabrechk haben zur Verfertigung der PlanisphäricnAnleitung gegeben, und I. C. Sturm zn Altdorf hatiü66 Verbesserungen dabey angegeben. Cassink