Band 
Fünfter Theil.
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Platina.

schc die Form gegeben, die es haben sollte; so trieber den Arsenik wieder durch ein heftiges Feuer her-aus K).

Am glücklichsten war der Graf von Sickingen,Kurpfalzischcr Gesandter am Hofe zu Versailles, inseinen Versuchen über die Platina, welche 178sübersetzt erschienen. Er hat die Platina zuerst inihrer gehörigen Reinigkeit als ein eignes feucrb.-standiges und auch dehnbares, mithin cdlers Meialldargestellt. Er zeigte, daß die Platina ein DrittelEisen enthielt, welches er abzuscheiden wußte. Die-se gereinigte Platina ließ sich unter dem Hammerstrecken, zu Draht von 4 Linie Durchmesser ziehen,und auf der Plattmaschine platten. Er fand ihreFestigkeit stärker, als die des Goldes und des Sil-bers, und ihre Härte fast dem Eisen gleich; imGlanz und in der Politur übertraf sie alle Metalle,daher der Graf von Sickingen zuerst eine Compost-tion von Platina, Eisen und Gold zu Mclallspic,geln vorschlug. Ihr eigenthümliches Gewicht über-trifft das Gewicht des Goldes i).

Der Herr Professor Klaproth zu Berlin hatzuerst den Einfall gehabt, verschiedene Versuche zumachen, um die Platina zu Bereitung des Porzcl-lains zu benutzen. Er hat in der Porzellainfabrikzu Berlin verschiedene Proben gemacht, die ihmgeglückt sind k). Versuche mit der Platina habennoch gemacht, Baume, Macquer und Bergmann-

«) Rcccard« Lehrbuch der Berlinischen Realschulen.

It. Abtheilung. S. >94. 1782. 8) kbilob. 1>»N5-

»ct. Vol. 48 - k. ll. x> 6z8. c) Wiliinbirg. Wor