Band 
Fünfter Theil.
Seite
219
JPEG-Download
 

Platina. 219

ka nach England. Lewis untersuchte ihre Be-standtheile zuerst b), und machte nicht nur die erstenchemischen, sondern auch physischen und hydrostati-schen Versuche damit c). Scheffer untersuchte die-ses Metall 1752, Marggraf ging >7^7 noch wei-ter darin, und 17.58 wurde die Platina durch "No-rm in Frankreich bekannt, wo dann de Morvcau,die Grafen von Buffon und von Milly Versuchedarüber anstellten, und sie für eine Mischung vonGold und Eisen hielten.

Man hielt die Platina lange Zeit für unschmelz-bar , aber dc Morveau schmelzte sie durch einen Zu-say von Glas, Borax und Kohlenstaub, und Gcl-lcrt in Freyberg schmelzte sie in einem mit Stüb-beheerd gefütterten Schmelzticgel, auch schmolz sieunter einem krudamischen Brcnnglasc. Diese Pla-tina war aber noch nicht völlig von Eisen gereini-gct, und man erhielt durch das Schmelzen eine me-tallische Mischung, die alle andere metallische Mi-schungen an Harte übertraf und an der Lust nichtanlief, daher sie mit Ruhen zu den Spiegeln derFernrohre gebraucht werden kann c>), wie denn auchder Abbe Rvchon ein Telescop von sechs Fuß msteinem Spiegel von Platina verscrriget hat e).

Marct und Dürande schmelzten die Platinaebenfalls mit Glas, Borar und Kohlenstaub l).Achard schmelzte sie mit Arsenik, der in Weinstein-rahm fixirt war, und verfertigte daraus feuerfesteSchmelztiegcl g). Durch dieses Verfahren wurdedie Platina bey einem geringen Feuer so weich,,wie ein Amalgama. Hatte er dann diesem Gemir