Porcellan. 2Zi
worin ihm Scaliger und Salmasius folgten: aberJohann Friedrich Christ hat dieses ausführlich wi-derlegt cl).
Indessen sollen doch schon die alten EgyptierPorcellan und Schmelzwcrk zu machen verstandenhaben, und es sollen Beweise davon in den Cata-comben gefunden worden seyn.
Unter den Chinesern und Japanern ist die Er-findung des Porcellans so alt, daß sich dieselbe inder ältesten fabelhaften Geschichte jener Völker ver-liert. Man hält daher China für das Vaterlanddes Porcellans, wo dasselbe Thski genannt wird;aber der eigentliche Erfinder desselben, und die Zeitder Erfindung ist unbekannt. Louis de Comte undJoh. Baptist du Halde haben uns mit der Berei-tung desselben bekannt gemacht. Vorher hatte mansehr unrichtige Begriffe davon. Große Männerglaubten, es wäre aus calcinirten Eycrschalen oderPorcellanmuscheln., Epweiß und Gummi verferti-get. Alles dieses wurde durch die angeführtenSchriftsteller widerlegt, und die eigentliche Materie,nebst der Bereitung desselben bekannt gemacht. DieChineser verfertigen ihr Porcellan erstlich aus einer'gewissen feinen Erde oder Thonart, welche sie Kao-lin nennen, und die dem sächsischen Porcellanthongleicht e). Diese chinesische Porcellanerde findet sichbesonders auf dem Gebirge Hoang, sie ist etwassandig, sehr fein und dabey glänzend, der FaenzcrErde ziemlich ähnlich, und wird aus den Grüftender Erde genommen. Diese Erde allein gibt abernoch kein Porcellan, sondern sie wird mit einer har-