2A2 Porcellan»
ten Steinart verbunden, die man für Gypsspachhalt, und die in China Pekuntse genannt wird.Diese Masse kommt auch dem bologneser Stein na-he, und hat Theile bey sich, die mit Säure brau-sen k). Diese Petuntse wird mit eisernen Hämmernyon den Felsen abgeschlagen, in Mörsern zu feinemPulver zerstoßen, und hernach mit der fetten Erd-art Kaolm vermischt. Anstatt der Petuntse wirdauch zu dem schönsten Porcellan ein krcidenartigcrStein gebraucht, der Hoache heißt. Die Zuberei.tnngsart dieser beyden Materien ist folgende: Diezerstoßene Pctunrse wird in Wasser in Töpfen ein-geweicht, und man läßt diese Masse so lange ste-hen, bis sich eine weisse Haut, wie ein dickerMilchrahm, nachdem sie lange durchgerührt wor-den ist, auf der Oberfläche gebildet hat. Diesewird als die feinste Materie oben abgenommen,und in ein besonderes Gefäß gethan, bis sich wie-der ein Kies davon zu Boden setzt. Dieser Boden-satz wird noch einmahl gestoßen, und die übrigeMaterie an der Sonne getrocknet. Hieraus wirddie Kaolin - Erde durch Sieben vom Sande undden gröberen Theilen gereiniget, und mit der Pe-tuntse vermischt, wodurch dieses Steinpulver seineFestigkeit erhält, weil die Kaolin-Erde thonartigund weich ist. Diese Vermischung ist aber sehrverschieden, wie es die Schönheit und Feinheitder Gefäße erfordert. Zum feinsten Porcellanwerden beyde Theile gleich gemacht; zu der mitt-leren Art werden drey Theile Petuntse, und vievTheile Kaolin genommen, und zu der schlechterenwird noch ein geringer Zusatz von Petuntse genom-