Band 
Fünfter Theil.
Seite
233
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Porcellan. ^ rzz

wen. Wenn beyde Materien durch Maschen undSieben gehörig gcrciniget worden sind, welches be-sonders mit der Kaolin-Erde, um der bcygemisch-ten gröbern gelben Erde willen, nöthig ist: so wirdbeydes durch Treten in einen feinen und sehr dich-ten Teig verwandelt, welches eine so saure Arbeitist, daß die Chineser sagen, das Porcellan würdeaus Menschenknochen gemacht, womit sie aber nurdie saure Arbeit und Mühe in der Verfertigungdesselben anzeigen wollen, denn überhaupt muß je-»des Gefäß wohl zwanzigmahl durch Menschenhändegehen, ehe es in den Ofen kommt. Alsdann bleibtder Teig wenigstens ein Jahr lang stehen, undwird immer mit Wasser besprängt. Hernach knä-tct ihn der Töpfer noch einmahl durch, und machtihn wie einen ordentlichen Töpscrthon zurechte. Hier-aus bekommt ihn der Former, welcher ihn in gyp-scrne Formen druckt, nachdem die Gefäße diese oderjene Figur haben sollen. Sind die Gesäße an derLuft getrocknet: so bekommt sie der Maler, der dieFarben und die Glasur aufträgt, und zwar ver-mittelst eines gewissen mineralischen Oels, welchesChe-kao heißt, und aus harten Steinen gezogenwird. Das Blaue malt er erst nach der Glasur,weil die Glasur die blaue Farbe verderbt, dieÜbrigen Farben aber überzieht er mit der Glasur,nach dem zweyten Brande. Denn das gemaltePorcellan muß zweymahl in den Ofen gebracht wer-den. Der erste Brand geschieht in einem ordentli-chen Töpserofen von Erde, worin die Gefäße r,bis 14 Stunden über einander in gewissen Kapselngeschichtet, verglühet werden. Dadurch wud die