Band 
Fünfter Theil.
Seite
237
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Porcellan. 2Z7

ne Goldtinctur I), nach andern aber ein Pulver zurVeredlung der Metalle m) erhalten haben. Mit die-ser vom Lascaris erhaltenen Goldtinctur sott Bött-cher, vor einigen Tischgästen Zorns, Silbermünzenin Gold verwandelt haben, worauf er 1701 ent-fliehen mußte n). Andere meinen, Böttcher sey nurvon einem angeblichen Goldmacher so weit betrogenworden, daß er sich eingebildet habe, er könne Goldmachen. Genug, er kam in den Ruf eines Gold-machers, und mußte von Berlin entfliehen, woraufer sich nach Wittenborg zu dem Professor Kirchmcyerbeygab; aber der König von Pohlen, August H. ließihn nach Dresden bringen. Hier soll er von sei-ner Goldtinctur verschwenderisch gelebt, und sie auf-gezehrt haben. Als man nun merkte, daß er ent-fliehen wollte, so wurde er in Verwahrung ge-bracht 0). Nach andern aber fragte der KönigAugust den Böttcher, sobald er in Dresden ange-kommen war, ob er Gold machen könne? Bött-cher verneinte dieses, und gab vor, seine Versu-che zielten nur auf die Erfindung des Porcellansab. Der König traute aber entweder seiner Aus-sage nicht, oder er wollte die Erfindung des Por-cellans befördern, kurz, er ließ den Böttcher aufden Königstein seyen, und verlangte von ihm, dasPuler zur Veredlung der Metalle , zu dessen Be-reitung er ihm alles geben ließ, was er haben woll-te. Als nun Böttcher in der Verlegenheit war,daß er Gold machen sollte, so bemühte er sich, ei-ne gute Masse zu Schmelztiegeln zu finden, daherer verschiedene Erdarken unter einander Mischte,