Band 
Fünfter Theil.
Seite
238
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2Z8 Porcellan.

und sie aufs Feuer brachte, und dadurch das Por-cellan erhielt, welche Erfindung einige in das Jahr,702 p), andere in das Jahr 170z g), und nochandere in das Jahr 1704 setzen. Indessen willman den Böttcher nicht für den eigentlichen, we-nigstens nicht für den einzigen Erfinder des Por-cellans halten, und nennt vielmehr den zu Kieß-lingswalda, in der Obcrlaufitz, am «otcn AprillrüL l gebohrnen Ehrenfried Walthcr von Tschirnhau-sen, der 1708 starb, als den eigentlichen Erfinderdes Porcellans , der seine Erfindung auch demHomberg in Paris mittheilte. Anders denkendebehaupten wenigstens, daß das Porcellan desTschirnhausen von dem des Böttcher nicht wesent-lich verschieden gewesen sey, meinen aber, daßTschirnhausens Kunst mit ihm, und Homberg wie-der ausgestorben sey. Dieser Tschirnhausen ent-warf schon den Plan zur Porcellanfabrik, und alsBöttcher dadurch, daß der König von Pohlen dasPulver zur Veredlung der Metalle von ihm ver-langte, in Lebensgefahr gerieth: so bearbeitete erin der Angst die von Tschirnhausen zum Porcellanbereit bestimmte Massen, und brachte dasselbe zurVollkommenheit r). Das erste Porcellan wurdezu Dresden auf der ehemahligen Bastey , die Jung-fer genannt, im Jahre ,706 verfertiget; es warvon brauner, und rother oder jaspisartiger Farbe,und wurde aus einem braunen Thon bereitet, dersich bey Meisten findet. Noch gegen »730 machteman solches braunes Porcellan, hernach aber nichtmehr, theils weil es sich nicht recht ausschleifen