Band 
Fünfter Theil.
Seite
242
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L42 Porcellan.

Ferner hat man auch noch zu Höchst bey Maynz,zu Gorha, zu Ilmenau, zu Volkstädt im Rudol-städtischcn, bey der Augustenburg ohnweit Arnstadt,zu Breitenbach, welches zur Herrschaft Arnstadt ge-hört , Porcellanfabrikcn errichtet, deren Producteaber, nach dem Urtheil der Kenner, dem Meißner»Porcellan bald mehr, bald weniger nachstehen.

Die Franzosen haben sehr lange zu SamtCloud glasartige Gerathe gemacht, solche nach Artdes Porcellans bemalet, und für Porcellan ausge-schrieen, ja sogar behauptet, daß fie in Europa zu-erst das Porcellan erfunden hätten, bis stc sich end-lich dieser Prahlcrey schämten s). Man erfand dieseglasartige Gefäße eigcndlich zu Revers, aber zuSamt Cloud und zu Roucn würden fie zur Voll-kommenheit gebracht. Auch Herr von Rcaumür be-mühete sich um die Verbesserung des französischenPorcellans r). Man will ihm die Kunst zuschrei-ben, durch ganz geringe und leichte Mittel, eineneue Art Porcellan zu machen, oder das schlechte-ste Glas in Porcellan zu verwandeln u). Glückli-cher noch waren in der Nachahmung des Porcellansdie Franzosen Lauragnais, Guettard, Montamy,Macquer , Montigny , besonders der Graf von Wil-ly , der seine Kunst in Teutschland erlernt hatte.Seit 1769 hieß die Manufaktur zu Seves bey SamtCloud eine königliche Pvrcellanfabrik.

In Holland hat man zu Delft, in Italien zuFlorenz und Neapel Porcellanfabriken errichtet.

Die Engländer machen nur noch halbverglasekeGefäße. Die ersten Versuche in England wurden