Porcellan. 24t
In Berlin machte der Kaufmann Wilhelm Ca-spar Wegcli 17Z1 den Anfang, eine Porcellanma-nufactur auf eigne Kosten zu errichten, ließ aber die-selbe unvermuthet wieder liegen. Im Jahre 1760legte der Kaufmann Jvh. Ernst Gotzkowsky desGrund zu einer neuen Porcellanfabrik in Berlin,nachdem er vorher von dem Bildhauer Ernst Hein-rich Reichhard aus Gera das Geheimniß, achtesPorcellan zu machen, erkauft hatte. Mit seinerHandlung gerieth aber auch diese Manufaktur inVerfall, daher sie der König im Jahre -76z über-nahm , wodurch die Fabrik zu großer Vollkommen-heit gebracht wurde.
Im Jahr >7LZ ertheilte der Marggraf zu Baa-den der Witwe des Hausmeisters Sperls die Er-laubniß zur Errichtung einer Porcellanfabrik in Baa-den, zwey Stunden von Rastadt.
Zu Frankenthal in der Pfalz legte Hanong ausStraßburg im Jahre 17^4 auf eigne Kosten einePorccllanfabrck an, und verkaufte die Entdeckungseiner Kunst, sammt dem großen Vorrath an Waa-ren, im Jahre »762 an den Kurfürsten von derPfalz.
Die Porcellanfabrik zu Ludwigsburg im Wär«rembergischen wurde 17^8 angelegt; der Thon da-zu wird bey Hornberg gegraben.
Die Porcellanfabrik zu Bruckberg, im Fürsten«thum Anspach, wurde 1767 errichtet.
Zu Cassel errichtete der geheime Etats-Mini-ster Wach von Eschen eine Manufackur, die aberaus Mangel des Thons bald wieder einging.
Busch Handb. d. Erf. 5. Tht. Q