Band 
Fünfter Theil.
Seite
260
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260 Posten.

de im Reichsabschiede zu Speyer das Postwesen alseine Reichspolizcyanstalt erkannt und bestätiget.

Zu der Postanstalt vorn Jahre »Z2i gab derTürkcnkrieg zwischen Solimann II. und König Lud-wig von Ungarn die Veranlassung. Da man vonSeiten des Reichs beschlossen hatte, diesem Königebcyzustchcn und um deßwillen eine Zusammenkunftin Wien hielt: so legte man 1^22, damit dasNcichsregiment zu Nürnberg von den dortigen Un-terhandlungen zu Nürnberg frühzeitig benachrichtigetwerden möchte, eine Post zwischen diesen beydenStädten an. Diese Einrichtung wird von einigenals die erste Postanstalt in Tcutschland betrachtet,aber sie war eben so wenig, als die folgende voniz42 fortwährend, sondern dauerte nur eine Zeit-lang. Als im Jahr 1^42 ein neuer Türkcnkricganging: so ward beschlossen, an einem bequemenOrte eine neue Feldpost anzulegen, um zeitige Nach-richten von den Kriegsoperationen der Reichsarmce,unter den Befehlen des Marggrascn Joachim vonBrandenburg zu erhalten.

Karl V. , der sich bald in Teutschland, baldin den Niederlanden, bald in Italien aufhielt undzugleich an allen Enden Europens Krieg führte,mußte sichs besonders angelegen seyn lassen, ausallen Gegenden eilige Nachrichten zu erhalten. Da»her bestellte er den Leonhard von Lapis zum Nie-derländischen General-Postmeister, der im Jahre,L43 zuerst eine beständige reutende Post anlegte,die aus den Niederlanden durch das Bißthum Lüt-tich und das Erzstift Trier, nach Speyer und