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Rheinhausen ging, und von da ihren Weg durchWürtenberg, über Augsburg und Tyrol nach Jta-licn nahm. Dieses waren indessen noch keine Kai»serliche, sondern Burgundisch - Niederländische Po-sten, und er bekam auch von Karl V., der dieseEinrichtung mit den nöthigen Geldsummen unter-stützte, den Z i. December iL4Z. eine förmliche Be.stallung als Niederländischer Obcrpostmcistcr, undeinen gewissen Gehalt. Bey der ältesten fränki-schen StaatSversassung findet man schon eine ähnli-che Einrichtung zum Vortheile der LandesherrlichenBestellungen und Reisen. Sie wurden Angariä undPcrangariä genannt. Durch fie kamen sowohl Per-sonen als auch Sachen und Briefe von einem Or-te zum andern, bis fie an ihrem Bestimmungsorteanlangten. Allein nachdem auch die Kaufleute undWechsler sich der Tauschen Posten zu bedienen an-fingen: so bekam die Sache eine andere Gestaltund wurde gemeinnütziger.
Als Karl V. abdankte, war Leonhard von Ta-HS nur Spanisch-Niederländischer Postmeister, erbekam aber iL6z von Ferdinand l. eine Bestäti-gung seines von Karl V. erhaltenen BestallungSbrie-feS. Damit aber nicht eine von Spanien abhän-gende ReichSstaatSdicnstbarkeit daraus werden möch-te, erinnerten die teutschen Stände im Jahr iL/c>den Kaiser Marimilian II., daß er das Postwesendem Reiche erhalten, und nicht in fremde Händekommen lassen möchte. Im Jahr 1^74 und >^86legte Kursachsen, und tFgi auch Würtenberg eig-ne Posteu an.