Band 
Fünfter Theil.
Seite
275
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Prisma. 27L

Prismen aus Bcrgkrystall, auS buntem Glase,aus Eis u. s. w. verfertiget.

Daß eckichte Stucken Glas das durchgehendeLicht färben, wußte schon Seueca, und suchte da»durch die Farben des Regenbogens zu erläutern s).In Kirchers Llima illuckrurs erzählt der P. Tri-gaul, daß die färbende Eigenschaft den Prismenin den Morgenländern einen so großen Werth »er»schaffte, daß man ein einziges Stück mit z-raGoldstücken bezahlte b).

Die optischen Schriftsteller aus der ersten Hälftedes > 7ken Jahrhunderts gedenken dieser färbendenEigenschaft des Prisma häufig, und Descarles ge-braucht sie zur Erklärung der Farben des Regenbogens^

Das Prisma und das dadurch entstehende Far-benbild war also lange vor Newton bekannt, dennTraber, Zahn u. a., die noch nichts von NewtonsEntdeckungen haben, lehren schon die Verfertigungder Prismen, und die Kunststücke mit denselben, ineignen Kapiteln. Grimaldi (s r66Z) war der er-ste, der die länglichte Gestalt des Farbenbilds er-wog, und daraus vermuthete, daß bey der Bre-chung die beyden Seiten des Lichtstrahls aus einan-der gezogen würden. Newton machte erst 1666 sei-ne merkwürdige Versuche mit dem Prisma.

Eben diese Dienste leistet der Glaskegel, d. r.ein gläserner geschliffener rechter Kegel, der, wennman auf dessen Spitze die Sonnenstrahlen fallenläßt, hinter sich an der Wand einen Regenbogenmit allen seinen Farben vorstellt. Gervasius Matt»

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