Band 
Fünfter Theil.
Seite
280
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LZo Proportionalzirkel.

fange der Linie stehen muß. Jede Linie hat ihr eig-nes Zentrum, und dient statt des einen Schenkelsdes Proportionalzirkels, aber das bewegliche Linealstatt des andern Schenkels. Benjamin Bramer,hessischer Baumeister zu Marburg» erfand das Pro-portionallineal im Jahr »613.

Anllpandvra I- S. 4zS.

Proportionalzirkel ist ein geometrischesInstrument, welches dazu dient, die Verhältnissezwischen den Größe» von einerley Art, z. B. zwi-schen zwey Linien oder zwischen zwey Flachen oderzwey Körpern zu erforschen. Er besteht jetzt auszwey mit sechs Arten von Linien bezogenen Linealen,die durch einen Stift und ein Gewinde zusammen-gefüget sind. Der erste Erfinder desselben war JobstByrge, ein Meßkünstler des Landgrafen Wilhelm inKassel, und die erste Beschreibung dieses Instru-ments hat Levinus Hulsius im Jahr idaz in seinerSchrift von den mechanischenJnstrumenten geliefert u).

Galilei (geb. zu Pisa >§64, s 1642) verbes-serte dieses Instrument, indem er statt der Füßedes Zirkels zwey Lineale nahm, aber doch denNahmen Proportionalzirkel beybehielt, weil die bey-«den messingenen Lineale, wie Key einem Zirkel,durch ein Gewinde verbunden blieben. Diese Ver-besserung veranlassete viele, den Galilei für denErfinder des Proportionalzirkels überhaupt zu hal-ten, Ein Maylander Balthasar Capra suchte demGalilei diese Erfindung streitig zu machen d).

Einen solchen Proportionalzirkel, womit manjeden vorgegebenen Winkel geometrischer Meise in