Prosa. 2§ r
drey, fünf und mehrere Theile theilen kann, suchteder Baron von Tschirnhauscn schon um 1674 zuverfertigen, und brachte ihn auch kurz darauf zuStande. Einen Proportionalzirkel von anderer Ein-richtung, aber zu gleicher Absicht, erfand ThomasCeva, ein Jesuit in Italien, im Jahr 1694 c).
Einen perspektivischen Proportional-Zirkel hatLambert angegeben und Georg Friedrich Brandetaus Regensburg, nachher zu Augsburg, hat einensolchen verfertiget, der zu perspectivischeu Zeichnun-gen eingerichtet ist 6).
2) Amipandora I. S. 458- b) Jablouskit allgem.Lep. Leipzig. 1767. II. S. 1106. c) Blon Malhc-mat. Werkschule. Welkere Eröffnung, von I. G. Dop-pel mayr. S. Z.'.- 4 ) Kunst - Gewerb : und Handwerksge-schichte der Reichsstadt Augsburg von Paul von Siel-ten dem jüngcrn- I. TH. >779- S- >82.
Prosa, ungebundene Rede, wird den Ver-sen entgegengesetzt. Die ältesten Schriften der meh-resten Nationen wurden in Versen geschrieben, theilsweil man nur wichtige Dinge, die die Einbildungs-kraft sehr reitztcn, auf die Nachwelt zu bringensuchte, theils weil man durch den Wohlklang demGedächtniß zu Hilfe kommen wollte. Die Prosakam also in den Schriften später auf. Die Ein-führung der Prosa in Schriften von philosophischemInhalte schreibt man dem Pherecydes zu, welcherder Syrer oder Scyrer genannt wird, weil er vonder Insel Seyros gebürtig war. 3). Nach dem Eu-sebius lebte dieser Pherecydes zur Zeit der erstenOlympiade l>). Andere setzen ihn aber einige Jahr-hunderte später und machen ihn zu einem Zeit^e-»