Band 
Fünfter Theil.
Seite
346
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Z46 Rechenmaschine.

Diese Pascalische Maschine gab dem G. W. vonLeibnitz Veranlassung zur Erfindung einer neuenRechenmaschine, die vorzüglicher als die Pascali-sche war. Leibnitz bekam nähmlich An Modell vonPascals Maschine, sahe die Mangel derselben, undentschloß sich, als er in England war, eine andereRechenmaschine zu erfinden, welches ihm auch soweit glückte, daß er der königl. Gesellschaftder Wissenschaften in London eine kurze Beschrei-bung seiner neuerfundenen Rechenmaschine über-reichte, und solche auch dem französischen Staats-minifier Colbert vorlegte. Dieses war nur der er-ste Entwurf dazu. In Paris war er damit be-schäftiget, seine Erfindung zur Vollkommenheit zubringen, und konnte bereits eine ausführlichereBeschreibung davon liefern. Im Jahr i/c>c> gaber abermahls eine Beschreibung seiner Rechenma-schine heraus. Pascals Maschine diente bloß zumAddircn und Subtrahircn, die Leibnitzische dientehingegen auch zum Multipliciern und Dioidiren.Ihr Vorzug besteht darin, daß sich eine verlangteAufgabe von selbst rechnet, und wenn man auchmit 12 Zahlen multipliciren oder dividiren will: sozeigt sie doch, wenn einmahl alles eingerichtet ist,nach Umdrehung einer großen Scheibe, sogleich dasFacit. In ganz vollkommenen Stand kam dieseMaschine nicht, denn er starb darüber, nachdem erauf 20 bis 24 Tausend Thaler darauf gewandthatte. Nach seinem Tode kam diese Maschine indie königliche Bibliothek zu Hannover, wo sie durchunvorsichtige Hände verdorben wurde. Manschickte sie daher an den Herrn Hofrath Kastner