Band 
Fünfter Theil.
Seite
347
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Rechenmaschine. Z47

nach Göttingen, unter dessen Aufsicht sie wieder her-gestellt wurde 5 ), und jetzt befindet sie sich auf derSternwarte in Göttingcn g).

Leibnitz erfand auch noch kurz vor seinem Todeeinen Rechnungscylinder von dünnem Messingbleche,woran zwey Riemen, einen Strohhalm breit, vonSilber, in Gestalt einer Schraube, unter sich undüber sich gedrehct werden konnten. Der eine Rie-men war vergoldet. Der Kupferstecher NicolausSeeländer sollte dieses Instrument verfertigen. DurchUmdrehung der Riemen wollte Leibnitz große Rechnungen ausführen.

Sowohl die pafcalifche, als auch die leibnitzi-sche Rechenmaschine bewogen den Johann Polenuseine ähnliche Maschine zu verfertigen, die er auchbeschrieb, aber sie war nicht so vollkommen, als dieleibmtzische Maschine ll).

Johann Heinrich Lambert, gebohrcn »728 zuMühlhausen im Sundgau, gestorben 1777, wurde,wie Leibnitz, durch Pafcals Beyspiel bewogen, eineRechenmaschine zu erfinden i).

Der Magister Philipp Matthäus Hahn, ge-bohren zu Onstmeltingen 17ZY, nachmahls Pfar-rer zu Kornwestheim bey Ludwigsburg im Würtem«bergischen, gestorben als Pfarrer zu Echtcrdingen1790, erfand eine Rechenmaschine, wozu ihn fol-gendes veranlasseke. Der Herzog von Würtembergbefahl ihm eine Maschine machen zu lassen, aufwelcher der Lauf der Sonne, des Mondes und derandern Weltkörper, so wie man sie am Himmelauf- und untergehen sieht, vorgestellt wurde. Als