Band 
Fünfter Theil.
Seite
420
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420 Rolle — Roman.

Rolle ist eine von den sechs einfachen Po-tenzen in der Mechanik. Sie besteht aus einer run---den Scheibe, die sich um eine durch ihren Mittel-punct gesteckte Ape bewegt; der Umfang der Rollehat einen Einschnitt, um den ein Seil geschlagenwird. Die Ape heißt der Pölzen. Brisson schlugvor - den Pölzen so in die Rolle zu befestigen, daßer sich mit drehe, um die Friction zu verhüthen.Die Steife der Seile, die sich zumahl bey kleinenRollen sehr stark biegen müssen, ist ein noch wichti-geres Hinderniß bey der Bewegung der Rollen.Amontons hat um 1699 die Theorie davon zuerstentworfen und durch Verstiche ins Licht gesetzt,worin ihm Rollet folgte. Aus ihren Versuchen folgt,daß es besser ist, Rollen von einem größeren Durch-messer zu gebrauchen.

Gehlers physikal. Wörterbuch. IH. 8. 730.

Rollthürmc s. Thurm.

Romain s. Luftschiffkunst, Thermometer,Windmesser.

Roman ist eine erdichtete, aber wahrschein-liche Erzählung von den sonderbaren Thaten undBegebenheiten der Menschen, wie auch von den au-ßerordentlichen Wirkungen der Leidenschaften. DerRoman soll seinen Nahmen von der I^in^uu Uoms-ns rullics oder von der romanischen Sprache er-halten haben, die man, zur Zeit der Merovingi-chen und Karolingischen Könige in Frankreich, dasverderbte Latein nannte; einigp französische Dichterfaßten ihre erdichteten Liebcsgeschichtcn und Fabeln