Band 
Fünfter Theil.
Seite
426
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426 Rosenthai — Roßkastanienbauin.

Rosenthal s. Thermometer, Waage.

Rosen masser s. Destiklirkunst.

Rosetti s. Orseille sn pare.

Rosinen, ihre Bereitung aus den Weintrau-ben wird einem Bacchus zugeschrieben.

Rossignol s. Kryptographie.

Roßkastanienbaum. Unter dem Worte Ka-stanicnbaum ist desselben schon gedacht worden, ichliefere aber hier noch einen Nachtrag zu jenen Nach,richten. Der wilde Kastanienbaum wird deßwegenRoßkastanienbaum genannt, weil die Türken glau-ben, seine Frucht sey eine Arzney für keichendePferde. Das Vaterland dieses Baums ist nochnicht ganz ausgemacht, aber die Kenntniß desselbensoll zuerst von Constantinopel nach Europa, undzwar, wie einige wollen a), zuerst nach Wien ge-kommen seyn. Matthiolus bekam von dem WilhelmGuaccelbenus aus Flandern, Arzt des AugericuSaus Flandern, der kaiserlicher Gesandter am türki-schen Hofe war, einen Zweig, und die getrockneteFrucht geschickt. In I.c>beIIi säverlmiis, die lL7<>zu Amsterdam herauskamen, wird schon des Baumsgedacht. Der Verfasser sagt, er habe die Fruchtbey Rondelet gekostet, nachher aber aus Baruth inEgyplen erhalten. Karl de l'Ecluse beschrieb >L8-Blühte usd Früchte, die er doch nicht frisch gesehenhakte. Eben dieser erzählte im Jahre >6o> , daßer iLS8 in Wien einen zwölfjährigen Baum, deraber noch nicht gcblühct hätte, zurückgelassen ha-be b).