Sackuhreu. z
Neuerlich hatte ein Betrug die Kunstsorschcrwegen des Alters der Sackuhren beynahe irre füh-ren können. Man fand nähmlich auf dem SchlosseBruce in Fise-Shire, in Schottland, eine silberneeinaillirte Taschenuhr, die statt des Glases über demZifferblatte durchsichtiges Horn hakte. Auf dem Zif-fcrblatte standen die Worte: koberc L. (d. i. Lim-es) llsx 8cororum. Dieser schottische König RobertBruce kam iZvF zur Regierung und starb 'Z 48 .Barrington schloß aus dieser Uhr, daß die Sackuh-ren schon zu Anfange des ,4ten Jahrhunderts inSchottland bekannt gewesen waren a). Die ganzeSache war aber ein Betrug, den ein Goldarbeiterin Glasgow, der die Inschrift des Zifferblatts ver-fertigen ließ, gespielt hatte. Herr John Jaminsonin Forfar spürte der Sache nach; der Golbgrbeitergestand ihm den Betrug und nannte es einen Spaß.Herr Jaminson verdient aber allen Dank, daß erdie Sache bekannt gemacht hat K). Seit langerZeit hat man in England keine ältere Taschenuhraufzeigen können, als die vom Jahr iLLo, welchesich im Pallaste zu Hampkoncourt befindet und nocherträglich gangbar ist; aber neuerlich hat man ge-meldet , daß sich in England Sackuhren von denJahren ,L4c>und >§4« finden. Hieraus sieht man,daß sie nicht in England erfunden wurden, daß esaber auch falsch ist, wenn man behauptet, die Ta-schenuhren wären erst 1577 aus Teurschland nachEngland gekommen e).
Aus einem Sonnet des Gasparo Visconte oderCaspar Vicecomes, der zu Ende des >Lten Jahrhun-derts lebte, wollte Hamberger schliesset,, daß die La-