4 Sackuhren,
schenubren schon im iZtcn Jahrhundert bekannt ge-wesen wären; aber diese Uhren, deren Caspar Vi-cecomcs in seinem Sonnet gedenkt, waren keineTaschenuhren, sondern astronomische Tischuhren, diekeine Stunden anzeigten.
Der wahre Erfinder der Sackuhrcn ist PeterHelc, ein Uhrmacher zu Nürnberg, der nach >L 4 ostarb. Er machte diese Erfindung kurz nach demZabr iLoo 6 ), oder wie andere wollen, im Jahrio e). Seine Sackuhren hakten noch Saiten stattder Ketten, waren aber so geschickt von Eisen oderStahl versertigct, daß sie auch die Stunden durcheine Glocke anzeigten k). Der berühmte Rabelaisnennt die Taschenuhren in seinem Ponkagruel nürn-bergische Eyerlein, aus welcher Benennung erhellet,daß die Erfindung der Sackuhrcn von jeher denNürnberger« zugeschrieben wurde. Eine solche cy-förmige Uhr ging 40 Stunden.
Aus diesen Zeugnissen kann man leicht abneh-men, wie irrig es ist, wenn man die Erfindungder Sackuhren einem Straßburger Mathematiker,Jsaac Habrecht, zuschreiben will, der erst hundertJahre später lebte.
In der Folge hat man die Taschenuhren sehrklein verfertiget. Schon Kaiser Karl V. hatte eineUhr mit Zeiger und Glocke in einem Fingerringe x).In der gvlhaischeu Kunstkaminrr ist er» Ring dcöKurfürsten Johann Friedrich mit einer zierlichenUhr k). In Genf verfertigte der Uhrmacher Mo-rand sogar Uhren mit Glockenspielen in Ringen l).Im Jahr iL/L verfertigte man schon in England