Band 
Sechster Theil.
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Sage.

Säge iß ein Werkzeug, das schon in den äl-testen Zeiten bekannt war. Seneca s) und Plinius d)nennen den Dädalus von Athen, der um 2700 oderL7zo lebte, als den Erfinder derselben, andere aberschreiben diese Erfindung seinem Schwesterft»hne zu,den einige Perdi^ c) andere aber TaluS nennen ci).Am wahrscheinlichsten ist folgende Erzählung: Ta-lus, ein junger griechischer Künstler, der beym Dä-dalus lernte, dessen Schwestersohn er war, fandeinst die Kinnlade einer Schlange, die er spielend aneinem Holze hin und her rieb und bemerkte, daß dieZahne einschnittcn, so daß er das Holz damit durch-sägte. Dieß brachte ihn auf den Gedanken, ein Werk-zeug zu machen, das die Schärfe der Zähne derSchlange nachahmte. Er nahm also ein Stück Ei-senblech, schnict nach dem Muster der kleinen, kurzenund enge bey einander stehenden Zähne der Schlan-ge Zacken hinein und so entstand, wie Apollodor undDiodor bezeugen, die Säge. Diodor meldet sogar,'daß Talus damahls erst zwölf Jahre alt gewesensey e). Diese Erfindung der Säge aus der sägeför-migcn Kinnlade der Schlange erregte den Neid desDädalus so sehr, daß dieser den Talus von demSchloße zu Athen hinabstürzte und darüber flüchtigwerden mußte.

Eine zum Abholzen vortheilhafte Säge erfandder kaiserliche Hofkammerkanzellist Franz Arnold vouLeivenau s). Bergt. Slichsäge.

s) Lenecs Lxili. 90. b) klin. VN, z6. c) Ikä. O rig.I.ib. 19, csg. 29. I'trstres Lbil. Ilili.I. c. 19. p. 49z.It^Ainus 27z. ä) Oviä. I.ib. VIII. t>-»b.z.v. 244. c) Oioäor. IV. 76. p. 319. Z20. k- JohannWiegand« Abhandlung von der Hvlzsparknnfi. 1767.