Band 
Sechster Theil.
Seite
26
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x 6 Sailenharmonika.

und griechische Merkur bezogen die Lyre mit denSehnen der Thiere c), daher man dem Merkur über-haupt die Erfindung der Saiten zuschreibt cl). DieLyre, welche Linus von Chalcis vom Apoll erhielt,soll mit drey Zwirnsfaden bezogen gewesen seyn,an deren Stelle Linus zuerst die Darmsaiten ein-führte, für welche Kühnheit ihn Apollo tödtete e).

») Stehe diese- Handbuch der Erfind. IV. Th. S.rzinner dem Werte Musik. I>) Edendos. c) EdendnI.III. Th. S.40,. unter Lyre. >t) Ifi-Ior Ort^.Itl.ri. u) Handbuch der Erfind. III. Th. S- 402.

Saikenhar monika ist ein gemeiner abersehr vollkommener Fortepiano-Flügel, bey welchemeine ganz besondere Art von Klang angebracht ist,der dem Ganzen unbeschreibliche Nuancen gibt, in-dem man durch eine kleine Bewegung den Ton ausder größten Starke in ein völliges Absterben bringenkann, so daß sich die Harmonie verliert wie Tuscheaus dem Pinsel eines geschickten Zeichners aus demPapiere. Der Ton dieses Instruments hat sehr vielAehnlichcs mit der Harmonika, daher man es Sai-ten-Harmonika genannt hat. Der Erfinder diesesInstruments ist Herr Johann Andreas Stein, derdiese Erfindung 178z zu Augsburg bekannt machteund sie bis 1789 schon sehr verbessert harte.

Sailenhar monika, so pflegt man auchdie Aeols-Harfe oder dasjenige Saiteninstrument zunennen, welches, wenn es dem Winde ausgesetztwird, von selbst zu tönen anfangt. Die ältesteSpur davon will man in Talmud (Berac. Fol. 6 .)finden), wo gesagt wird, daß Davids Harfe umMirernacht, wenn der Nordwind sie berührte, ge-