Schachspiel. L(-
Zwischen Braunschweig und Halbcrstadt liegt einDorf, Stropke oder Ströpke, wo die Bauern vonjeher gute Schachspieler waren.
Unter den Griechen ist die berühmte PrinzessinAnna Comnena, die um r44d' schrieb, die erste, diedes Schachspiels unter dem Nahmen Zatrikion , alseines Sviels, das von den Persern zu den Griechenkam, Erwähnung thut g). Dieses Work hat Aehn-lichkeit mit Schatrenscha.
Im Jahre >240 wurde auf der Synode zu Wor-sccster das KvnigS- und Königinnenspiel verbothen ,welches wohl nicht vorn Kartenspiel, wie du Frcs-nc r) will, sondern um so viel mehr vom Schachspielzu verstehen ist, da es schon zu den Zeiten Wil-helms des Eroberers in England bekannt war.
Daß Carl der Große schon Schach gespielt ha-ben mag, kann nicht erwiesen werden, denn ausden bisher angeführten Zeugnissen erhellet, daß daselfenbeinerne Schachspiel mit arabischen Buchstaben,welches man zu St. Denis aufbewahrt, nicht Carldem Großen gehört haben kann, und daß der baye-rische Prinz an Pipins Hofe nicht mit einem Schach-brette, sondern mit einem Damenbrette erschlagen wur-de s).
Man hat es auch nicht daran fehlen lassen, andem Schachspiele mancherley Veränderungen zu ver-suchen. Tamcrlan bat bald ein rundes, bald cmlängliches Schachbrett gebraucht, zwölf verschiedeneSteine angegeben, und die Fächer bis auf i ro ver-mehrt.
Der König Ludwig XHl. in Frankreich hatte einSchachspiel, das einem ausgestopften Kissen glich,