Band 
Sechster Theil.
Seite
63
JPEG-Download
 

Schachspieler. 6,z

motiker haben diese Maschine aufs sorgfältigste un-tersucht, ohne auf die Spur zu kommen, wie sieihre Bewegungen verrichtet. Der Erfinder stand al-lezeit neben dem Tische oder sah einige Augenblickein das nebenstehende Kästchen, ging auch wohl etlicheSchritte davon weg; aber niemand konnte die gering-ste Bewegung an ihm bemerken, die einigen Einflußauf dre Bewegung der Maschine hatte verrathen kön-nen. Man vermuthete, daß ein Magnet dabey i:nSmele sey, aber Herr von Kempelen erboth sich,daß er jedem erlauben wollte, den stärkste» und aufdaS beßre bewaffneten Magnet an den Tisch zu brin-gen, ohne zu befürchten, daß die Bewegung derMaschine auch nur im geringsten gestört werden kön-ne. Bon Zeit zu Zeit zieht der Erfinder die Federnder Armes seiner Maschine auf, um die bewegendeKraft zu erneuern; man begreift aber wohl, dassdieses mit der richtenden Kraft oder mit dem Vermö-gen . den Arm hieher oder dorthin zu senken, wel-ches das Auffallendste bey der Maschine ist, nichtszu thun hak u".

Das Jahr, in welchem Kempelen diese Maschi-ne bekannt machte, habe ich nirgends gefunden; siewar aber schon ,77» bekannt, denn in diesem Jah-re gab de la Combe Nachricht von ihr k>). Hinden-burg c) und Eberk 6) hielten diese Maschine bloß fürein mechanisches Kunststück. Sie bedachten aber nicht,daß Uiberlegungskraft dazu gehört, mit jedem einePartie Schach zuspielen, da die Züge eines Schach-spielers unendlich mannigfaltig sind, denen also nurein denkendes Wesen entsprechende Züge entgegensetzenkann. Herr von Kempelen selbst leugnete Licht, daß