c>6 Schauspiel.
Schritt zu diesem Drama schon gethan, aus demper zweyte Schritt leicht folgte, indem man sichselbst in diejenige Person verwandelte, die man lä-cherlich machen wollte, und also das Lächerlichevon sich selbst erzählte, wodurch die Handlung an-schauender wurde. Und wie hätte denn auch Cra-tcs den Inhalt und die Fabel der Komödie zuerstallgemeiner machen, und die Komödie zuerst in einedramatische Form bringen können, wenn die Fabelder Komödie, die Erfinder der komischen Masgurnund Prologen, so wie diejenigen, welche zuerst meh-rere komische Schauspieler einführten, unbekannt ge-wesen wären? Folglich muß die Fabel der Komö-die schon vor ihm da gewesen seyn oder die zu ver-spottenden Thorheiten mußten schon vor ihm inHandlung gesetzt und also die Komödie eine Artvon Kunstwerk gewesen seyn. Das wissen wir ge-wiß, daß Cratinus zu Athen, der im iten Jahrder 89. Olympiade, in seinem 97. Jahre, zumneunten und lctztenmahle den Preiß erhielt, zuerstdie Nahmen gemeiner lebenden Menschen, aberAri-stophanes auch die Nahmen der Vornehmeren aufdie Bühne brachte.
Dieser Cratinus, sein Nachahmer Eupolis zuAthen, der in der 88-Olymp. lebte, und Aristopha-nes thaten sich zuerst in der alten Komödie hervor.Dom Cratinus find nur noch einige Fragmente übrig.Die ältesten ganzen Stücke griechischer Komödien, dieauf unsere Zeiten gekommen sind, sind vom Aristopha-nes, der ^0 Jahre vor C. G. lebte und zur Zeitdes Socratcs blühete. Unter den Komödien, die vonihm auf unsere Zeiten gekommen sind, wird der Plu-
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