r Z4 Schießpulver.
man wohl, daß es falsch ist, wenn Jäger in seinerChronik behauptet, daß der Jude Tibßles erstdas Schießpulver in Augsburg erfunden habe. Ebenso unrichtig ist es, wenn Herr Temler glaubt, daßes vor >Z,?4 kein Pulver in Europa gegeben habe.Einige meinen, er habe in der That nur bewiesen,daß es keine Schießgewehre damahls gab, aberauch das ist unrichtig, wie aus den angeführtenZeugnißen erhellet.
Im Jahre iZ.56 kommen in den nnrnbergischenAusgabe-Rechnungen Geschütz und Pulver vor sos).Meister Sänger in Nürnberg kaufte dergleichen fff).In eben diesem Jahre kaufte man zu Löwen 12Donnerbüchsen LW).
Im Jahre 1359 hatte Don Pedro IV. Königvon Arragonien, in dem Scetreffen wider den Kö-nig von Kastilicn, auf feinem Schiffe eine großeBombarde. Dieß ist die älteste bekannte Nachrichtvom Gebrauch des groben Geschützes und Pulversauf den Schissen.
Der Däne, Johannes Grammius hat in derangeführten Abhandlung vom Schießpulver gezeigt,daß das Schießpulver schon im Jahr izdo in Dän-nemark im Kriege gebraucht wurde; auch brannte1Z60 zu Lübeck das Rathhaus durch Verwahrlosungder Pulvermachcr ab kkl>). Daß der Gebrauch desSchießpulvers im Jahre >372 in Dännemark ctw tsganz Gewöhnliches und dasselbe schon uiM enge zuhaben gewesen sey, beweiset der Eraksrath Gram-mius aus dem Original einer alten Urkunde gedach-ten Jahres, die ein Urtheil enthält, welches RitterErlaub Calf über einen Mann zu Riepen gesprochen.