I L <5 Schießpulver.
der Bomben und des Pulvers, wie Ulrüann Stro-mer, der 1407 starb, in seiner Chronik erzählt.
Den Schweden wurde das Schießpulver erstbey dem Schluße deS Jahres 1400 bekannt 000).
Der Rath zu Bern ließ ein großes Stück Ge-schütz zu Nürnberg gießen, welches an Größe allesGeschütz der Eidgenoßen übertraf, und brauchte es»41^ gegen den Herzog Friedrich von Oestreich:auch ließ der Rath zu Bern im Jahre >4-7 nochzwey Kanonen zu Nürnberg gießen ppp).
Im Jahre 1419 verwilligte schon der ErzbischofGünther von Magdeburg, gegen gewisse Abgaben,die Nutzung des Salpeters als ein Regale, worausder häufige Gebrauch des Pulvers erhellet.
In Rußland wurde das Pulver erst 147z be-kannt, also nicht früher als in Schweden, wie manbisher behauptet hat, denn die Schweden kanntenes schon am Schluße des ,4o»sten Jahres, Aristo-teles von Bologna lehrte die Russen Kanonen gie-ßen, die sie im Jahre i4g2 mit gutem Erfolg beyder Belagerung von Fellin brauchten gqg).
Heinrich V. in England sott schon im Jahr >400die Ausfuhre des Schießpulvers verbothen haben;daraus läßt sich vermuthen, daß die Engländerschon damahls Pulver verfertigten. Dieß wäredann kein unwichtiger Zweifel gegen die Behaup-tung, daß die Engländer erst unter der Regierungder Elisabeth, ums Jahr 1^60, angefangen hät-ten, Pulver zu verfertigen, und daß fie solches bisdahin von den Ausländern gekauft hätten rrr).