1L8 Schießpulver.
noch starker, als das, weiches eben so lange in denMagazinen gelegen halle. Dieß gibt ein sicheresMittel ab, das Pulver wider Vcrderbung und ge-fährliche Zufälle zu bewahren nuu).
Man hat auch Versuche gemacht, ein Schießpulverzu bereiten, das stärker, als das gewöhnliche wirkt.Der Prinz Robert, der um i6ü» lebte, soll derLondner Societät «in Schießpulver vorgelegt haben,das zehnmahl starker, als daS gemeine war vw).
Man hat bemerkt, daß daS Pulver, welches ausden nördlichen Ländern kommt, stärker ist, als das-jenige, welches in Frankreich gemacht wird; die Ur-sache ist diese, weil man in den nördlichen Länderndie Hanffiengcl zur Verfertigung des Schießpulvcrsnimmt, und in Frankreich das Holz äs Lourämns.Um diese verschiedene Güte des Pulvers genauer zubestimmen, machte Reaumur in einem Nemolrs,das der ^caäsmis äs? Helenes? am A. May 17 Z 4 .vorgelesen wurde, folgende Probe von der Gute dcSPulvers bekannt. Man müsse versuchen, was fürxinen Grad der Kälte das Schießpulver hervorbrin-gen könne; er hatte durch Versuche erfahren, daßdas aus dem Salpeter gezogene, gereinigte, undhernach mit Eise vermischte Salz eine Kälte her-vorbringe, die den iLtcn Grad derjenigen Kälteübertrifft, wodurch das Wasser gefriert. Hierausschloß er, daß, wenn man die Läuterung des Sal-peters einfacher machte, als bisher, und ein Salzdarinne zurück ließe: so würde die Wirkung desSchicßpulvers die gemeine Wirkung desselben um ,zGrade übertreffen. In Frankreich hat man folgendePulverprobe: man hat einen kleinen Mörser in dem