Band 
Sechster Theil.
Seite
169
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Schiff. I 69

We'den und überzogen sie mit Thierfellen ff). DieSchiffe hießen schon in der gothischen, angelsächsi-schen und altfränkischen Sprache 8cips, 8cip, 8ceff,von schieben, etwas vorwärts treiben. SolcherSchiffe bedienten sich die Dritten, Iren, die Ein-wohner von Wallis, und noch im fünften Jahrhun-dert die Sachsen und Normänner. In der Folgebekamen die Teutschen größere Schiffe, die von Holzerbauet, und mit Eisen beschlagen, im Ganzen oval,vorn und hinten aber rund, und zwar hinten etwaserhöht waren, um desto besser den Wellen widerste-hen zu können. Am Vordertheile waren viele Ver-zierungen von Schnitzwerk und Vergoldungen. DasSchiff harte schon seine Masten, die zuweilen vergol-det waren. Der Anker war ein Stein, woran einhölzerner Dvppelhackeu befestiget war. Taue findetman nicht; doch sollen sie sich dergleichen aus See-hundsfetten gemacht haben. Die Teutschen besaßenalso schon in den ersten Zeiten Schiffe von Bedeu-tung , die mit allem Hauptgerathe schon versehenwaren. In den Bertinianischen Jahrbüchern geschiehtbeym Jahre 876 auch der Barken, als großerSchiffe, Erwähnung, womit Normänner d. i. Sach-sen und Jütländer, in die Seine eingelaufen sind.Da sie aber mit Stricken fortgeschafft werden muß-ten gg) : so können sie doch nicht sonderlich groß ge-wesen seyn. Sie hatten Flaggen, zuweilen vonGoldstoff. Die teutschen Schisse hatten bald Ruder-bänke allein, bald Segel allein, bald beyde zu-gleich litt).

Im Jahr 1724 kam ein französischer Ingenieurnach Leipzig, und machte bekannt, daß er ein ledernes