Band 
Sechster Theil.
Seite
185
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Schifffahrt. r 8L

Wissenschaft wurde die Schifffahrl nicht eher,als bis die Astronomie einige Stärke gewonnen hat-te. Der Portugiese Peter Nunncz oder Nonius,geb. zu Alcazar, einem Dorfe in Portugal, legtei FZo den ersten Grund zur Theorie der Logodromienund erklärte die mechanische Ausgabe des Aristotelesvon der Bewegung der Schiffe durch Ruder.

Unter Ludwig XIV. brachte Richelieu in Frank-reich die Schiffsahrt in Aufnahme und legte sogarSchulen an, worin die See - Offiziere unterrichtetwurden. Den Franzosen gehört die Ehre, daß stcdie Schiffskunst zuerst in Regeln brachten. Der Pa-ter Paradies, der Ritter Renaud und der PaterPaul Hotte bcmnhclen fick zuerst darum und PaulHotte, der 1700 starb, that dieses besonders in sei-ner Bkeorie cla la dlavigskion; aber Huyghens zeig-te 1714, daß ihr System auf keinem festen Grundeberuhe, daher Johann Bcrnoulli, der 1747 starb,eine neue Theorie erfand, deren Grunde ganz un-widcrsprechlich sind. Ihm gehört also die Ehre,daß er die Schiffkunst in richtige Regeln brachte;sein Werk führt den Titel: In .^lsnoeuvre äs ladiaviAmion, worin er besonders die Kunst, die Se-gel zu richten, unt? das Steuerruder zu regieren,am bcßtcn beschrieb. Sein Bruder, Jacob Bcr-noulli erfand den Schifferzirkcl, der im Aeußerlichenmit dem Proportional-Zirkel übereinkommt. Durchdieses Instrument kann man, aus der gegebenenBreite eines Orts zur See, die Länge desselbenfinden, und zwar nach lopodromischcn Rechnungen.Er machte diese Erfindung 16yz> bekannt g j). Nach-her handelte Bouguer die Schiffsbaukunsr thcore-