Band 
Sechster Theil.
Seite
184
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l 84 Schifffahrt,

des zur Schifffahrt bedient haben. Wenigstens wa-ren die Phönizier, sobald man Segel hatte, dieer-ffcn, welche des Nachts segelten und sich dabey nachden Lauf der Sterne richteten. Sie waren es also,welche die Astronomie zum Behuf der Schifffahrtanwandten II) und legten dadurch den Grund zurhöheren Schiffkunst, die in der Folge Wissenschaftwurde. Ihr ausgebreiteter Handel läßt es auch garwohl vermulben, daß ste nicht nur viele Erfindun-gen in der Schiffkunst machten, sondern auch ihreKenntniße ins Abendland verpflanzten. Anfangs rich-teten sich die Phönizier des Nachts nach dem gros-sen Bär mm); diese Wahl hatte aber Unbequem-lichkeiten , daher wählten ste zuerst den äußerstenStern im Schwänze des kleinen Bärs, das ist, denPolarstern zu ihrem Führer nn), welches 12^0Jahre vor Christi Geburt geschehen seyn soll. DieGriechen sollen durch den Argonauten Nauplius zu-erst belehrt worden seyn, sich bey der Schifffahrtnach den Sternen zu richten 00). Sie sollen sichauch anfänglich nach dem großen Bar oder demHccrwagen, Helice genannt, gerichtet haben; aberThales von Mileto, ein gebohrner Phönizier, zeig-te ihnen zuerst, sich bey der Schifffahrt nach demPolarstern am kleinen Bär zu richten pp). DieSchiffe der Alten hatten übrigens immer Segelund Nuder zugleich ; auch hatten sie nur einen Mast,doch mit mehreren Segeln. Die Alten lernten aberdas Segel nie völlig so gut, wie jetzt, gebrauchen.

Der Engländer Eduard Wright verbesserte diefehlerhafte Projection der Seekarten.