Band 
Sechster Theil.
Seite
190
JPEG-Download
 

Schiffpnmpen — Schiffinühlcn.Minuten zwey Tonnen Wasser aus einem Schiffewegbrachte. Vcrgl. Pumpe. Ein noch bewährteresund sehr einfaches Mittel, einem Schiffe zu helfen,wenn es Wasser zieht, wurde 1782 in Frankreichbekannt gemacht. Man bringt nähmlich an beydenSeiten des Schiffs Ruder oder Bretter an, welchesich um eine Ape drehen und auf diese Weise zweyWasserruder vorstellen, durch welche Pumpenstangcnin Bewegung geseyt werden, durch deren Hülfe manZtloo Cubiksuß Wasser in einer Stunde aus demSchiffe bringen kann. Der Herr Kunstuhrmacherund Mechanikus G. C. P. Hitzig hat eine Maschineerfunden, womit in einer Stunde 60,000 Gallons(ein Gallon ist etwas über s Maß) Wasser aus ei-nem Schiffe gehoben werden können, also geradenoch einmahl so viel, als auf die bcßte bisher be-kannte Art möglich war. Seine Maschine nimmtnicht mehr Raum ein, als die bisherigen. Es wer-den deren vier in einem Schiffe angebracht. Er hatsich dieser Erfindung wegen Z Jahre in England aus-gehalten Und die Admiralität hat auf der FregatteLaxwing damit Versuche gemacht. Der Erfinderwohnt jetzt zu Thiengen bey Freyburg im Breisgau.

RrlchS-Anzrig« >794- Nr. >6. S. 1Z9. >4>-

Schiff mühten wurden vom Belisarius, imJahr Lg6, durch folgende Veranlassung zu Rom er-funden. Als Ditiges, König der Gothen, im JahrFZ6 n. C. G. Rom belagerte und es in der StadtRom selbst keine Wassermühlen gab , indem diesenur außerhalb der Stadt, auf dem Lande, au klei-nen Flüssen und großen Wasserleitungen angelegt,deren man sich theils wegen der Belagerung der