Band 
Sechster Theil.
Seite
219
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Schneckeirofen — Schneiderhandwerk. 219

Schnecken» fen s. Ofen.

Schnee. Herr Professor Rössig in Leipzig hatentdeckt, daß der Schnee, selbst in anhaltender Käl-te, wenn nur die Sonne dabey scheinet, weit leich-ter schmelzt, wenn dessen Oberfläche getrennt wird,oder Erhöhungen und Vertiefungen bekommt, weildie Sonnenstrahlen durch ihren Rückprall in diesenVertiefungen stärker wirken, und auch die erwärmteund nun stärker eindringende Luft. Dieß könnte be-nutzt werden, um die vom Schneewasser entstehendeÜberschwemmung zu verhüthen, wenn man frühzei-tig die Oberfläche des Schnees trennt, Erhöhungenund Vertiefungen darin macht, als wozu Herr Pro-fessor Rössig einen sehr einfachen Schneepflug ange-geben hat.

Lichrenbergs Magazin IH. V. 2. El. S. >Z7- folg-

Schneeflocken. Der erste, der den regel-mäfigen Bau der Schneeflocken wahrnahm, daß sienähmlich allezeit sechsspitzige Sterne bilden, derenNadeln sich unter Winkeln von 60 und >2<» Gradzusammenneigen, war Kepler. Man sehe sein Buch

Llrena k. g» nive kexsngula. kik. i6i i, 4. er in Lass,.

DornLvii ^rupiritUeLtro lapiemise Locr-Nicae p. 7L1.

Schneide Maschine. Caspar Schlore, eingeschickter Mechaniker in Kölln, verfertigt Schnei-demaschinen, welche vor den englischen darin einenVorzug haben, daß man, zum Gebrauche bey denVergrößerungsgläsern, ein Stückchen Holz von ei-nem Zolle >L bis -8 hundertmahl zerschneiden kann,

Schneidemühle s. Sägemühle.

Schneiderhandwerk. Lauge Zeit bereite-ten sich die Menschen ihre Kleider selbst. Die ersten