218 Schnecke — Schneckengang.
Schnecke des Archimcdcs s. Wasserschraube.Schnecke in der Taschenuhr. Da dieBewegung in den ersten Taschenuhren ungleich war,weil die Kraft der Feder sich vermindert, so wiediese sich entspannt: so suchte man dieser Ungleich-heit durch Erfindung der Schnecke abzuhelfen, wel-che erst geraume Zeit nach den ersten Taschenuhren,aber doch schon vor 1674 erfunden wurde. Sie ver-ursacht, daß, obgleich die Wirkung der Feder un-gleich ist, doch eine beständig gleiche Kraft auf dieRäder wirkt.
Gvchalscher Hof-Kalender, >789.
Schneckengang im Ohr, Locklea aurls undsulcu« cocblsae, ist eine gewisse Krümmung im mensch-lichen Ohr, die diesen Nahmen führt. Der Schneckcn-gang im Ohr soll zuerst von dem Alcmäon vonCrvlo-ne in Calabrien, einem Schüler des Pythagoras, ent-deckt worden seyn 2); er war auch dem Empedvcles,einem Weltwcisen von Gergenti in Sicilien, der imersten Jahre der 88ten Olympiade starb, bekannt b).Nachher entdeckte Salomon Alberti, der /F40 zuNamnburg gebohren, zu Nürnberg erzogen wurde,und im Jahre 1600 zu Dresden als Kurfürstl. Sächsi-scher Leibarzt starb, zuerst den Schncckcngang im Oh-re wieder c). Marian fand in der schneckenförmi-gen Platte, die man für das unmittelbare Werk-zeug des Gehörs hält, Fasern von ungleicher Län-ge , deren jede nur für einen einzigen ihr angemesse-nen Ton zittert li).
s) AnNpandora III. 1789. S. r>o. d) I. A, Fa-bricll allgem-Hist. der Gelehrt. >752. 2. B. S. 24z.c> Beschreibung einer Berlinischen Medaillen- Samm-lung von I. T W. Moetzson, 177z- l. Tb» S. r6.ci) Halle Magie U. S- Z9ö-