Band 
Sechster Theil.
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Schornstein.

auch Vitruv derselben nicht gedenkt. Jene Stellenerklärt man bloß von Rauchlöchern, die bey weilennoch nicht die Gestalt der jetzigen Schornsteine hatten ,aber doch in jedem Hause nöthig waren. Das Wort,welches in jener Stelle des Herodot vorkommt, bedeu-tet nur ein Rauchloch, aber keinen Schornstein. BeymAristophanes kommt auch eine Stelle vor, aus wel-cher erhellet, daß oben im Dache eine Oeffnung war,die aber eine Klappe hatte, womit ste verschlossen wer-den konnte. Auch aus einer Stelle des Dichters AleHs,der zu Aleranders des Großen Zeit lebte, erhellet, daßman Einrichtungen zur Abführung des Rauchs gekannthat, die aber immer noch schlecht waren. Auch die an-geführten Stellen der römischen Schriftsteller sind nichtvon Schornsteinen, sondern nur von Oeffnungen imDache zum Abzüge des Rauchs zu erklären. Im roten,iiten und ruten Jahrhundert hatte man noch immerdas Feuer mitten im Hause unter einer oben im Dacheangebrachten Oeffnung, welche, wenn das Feuer ab»gebrannt war, mit einer hölzernen Klappe verschlossenwurde. Das älteste bis jetzt bekannte Zeugniß vonSchornsteinen ist eine Venezianische Inschrift vomJahre »Z47, welche meldet, daß durch ein starkesErdbeben molri cnmlnr heruntergefallen wären. Jo-hann Villani, der rZ48 zu Florenz gestorben seynsoll, bestätiget dieses. Galeazzo Gataro oder DeGalaris, der , 40 ^ an der Pest starb, erzählt in sei-ner Historie von Padua, daß Francesco Da CarraroSignor De Padvva, als er in» Jahre iZäg nach Ron»kam, durch die Maurer und Zimmerleute, die er beysich hatte, ein Paar Kamine in Rom habe aufführenund wölben lassen, welches die ersten dieser Art in