Schornstein — Schornsteinfeger. 22A
Rom waren, ob man sie gleich in Padua schon längstkannte. Da nun diese italiänische Nachrichten dieältesten find, die man noch zur Zeit von den Schorn-steinen hat: so vermuthet man, daß sie in Italienerfunden worden sind.
Diejenige Art der Schornsteine, welche den aus-führenden Rauch nicht wieder zurücklassen, wurdenvon dem Carvanus, der um das Jahr schrieb,erfunden. Er ließ an jeder Seite des Schornsteinszwey irdene Röhren oder Hohlziegeln anbringen, sodaß die Ocssnung der einen unterwärts, der andernaber aufwärts gerichtet war. Der TöpfermeisterWagcner in Magdeburg gab an, die Schornsteine injedem Stockwerk auf ein Gewölbe abzusetzen, unddann Pyramidenförmig bis zum nächsten Gewölbefortzuführen b). Herr Johann Heinrich Sachtlebenhat gezeigt, die Schornsteine so anzulegen, daß sieden Rauch zu allen Zeiten abfuhren c).
») Uvroäot. VItt. p. IZ7. leg. Tttbvnseui VI. y.rzö. Virgil. Tclog. I. v. 83- klsutus ^ul. II, 4, v. 70,d>«nocs blpjli. 64. äe bell. oi v. IV. p. 961. ?Iin.
XV. e. 8- lUartial. XIII. ,z. b) Unterricht von Holz-sparenden bequemen und zierlichen Stubenöfen zu Putz»rwd Wohnzimmern von Joh. Heinrich Wagener. Mag-deburg, 1789. S> -4. c) Die Holziparlunst bey >c»verschiedenen Feucrarten von I. H- Sachtleben. Luedrlinburg, >790. L. 23-32.
Schornsteinfeger. Anfangs versahen dieBedienten eines jeden Hauses dieses Amt^ weil dieSchornsteine noch weit und weniger künstlich gebauetwaren. Als aber die Schornsteine ordentlich einge*richtet waren, kamen die ersten Schornsteinfeger ausSavvyen imd Piemont nach Tenkschlaad, welches