Schreckenberger -- Schreibfeder. 22^
Schreckenberger, Engelsgroschen, war ei-ne Münze in Meißen, die den erstem Nahmen vondem Annäberger Schreckcnbcrg, den letzten aber vondem darauf geprägten Engel erhielt. Anfangs galtsie z Groschen und wurde 1498 zuerst geprägt.
Jacvbson technol- Wörterbuch. IV. Si> 45.
Schreibfeder. In den ältesten Zeiten schriebman mit einem eisernen Griffel, dessen schon Hiob u)gedenkt. Die Griechen und Thuscier schafften zuerstden eisernen Griffel ab und führten das Schreibe-rohr dafür ein b). Goguet c) behauptet aber, manhabe vor Einführung des Schreibcrohrs den Pinselzum Schreiben gebraucht. Die Chineser und Co-reaner schreiben noch mit einem Pinsel cl). Welcher Artdes Rohrs sich aber die Alten zum Schreiben bedien-ten, ist noch nicht bekannt; indessen spalteten sieschon die Rohre und spitzten sie zu, daher hießensie ^<727-2^2/, ^/--<^-Xi/7r?2<,
und beym Ausvnius heißen sie üffipeäes e). Mitsolchen zugespitzten Rohren, deren Spalt die schwar-ze Dinte aufzunehmen geschickt war, schrieb man aufdas Pergament. Bey den Arabern soll erst ihn Mo-klah, der n. C. G. lebte, die Schreiberöhre zuspalten gelehrt haben, wodurch er in den Stand ge-setzt wurde, die kufische Schrift viel schöner, alsvorher möglich war, zu schreiben. Die India-ner bedienen sich noch statt der Schreibefedern desSchilfs Bambu oder Mambu, welches sie nach der!Länge und Dicke unsrer Federn schneiden, ihm ander Spitze die gehörige Gestalt geben und es auchdaselbst spalten l). Die Japaner schreiben noch miteinem Schilf, der am persischen Meerbusen wächst,«lisch. Handb. d.Erf. 6. Thl. P