rur6 Schreibfedrr.
und den sie, wie Federn, mit einer langen Spitzeschneiden g). Daß die Alken unsre Federspuhlenkannten, ist wohl nicht zu leugnen, denn Demosthe-nes, der 322 Jahre vor Christi Geburt starb, trugGift in einer Feder bey sich, welches er nahm, alsihn Antipater verfolgte d) ; aber Gebrauch zumSchreiben haben sie von den Federn nicht gemacht.Man führt zwar eine Stelle aus dem Juvenal l)für das Alter der Schreibfedern an, aber jeneStelle leidet mehrere Auslegungen und kann daherfür das Alter der Schreibfedern nichts beweisen.
Das älteste bis jetzt bekannte Zeugniß vom Ge-brauche der Schreibfcdern findet sich bey n Jsidor K),der illt Jahr 6^6 „. C. G. starb, welcher der Fe-dern und ihrer gespaltenen Spitze gedenkt. Daßdamahls der Gebrauch der Federn noch neu gewe-sen seyn muß, erhellet daraus, weil er neben derFeder noch des Schrciberohrs gedenkt.
Herr Thevenott hat Schreibefedern erfunden,die er racK^Arapliiguer oder plumes fans ün, wegenihrer langen Dauer, nennet. Ein Futteral mitzwey solchen Federn und einem Fläschchen Dintekostet drey Livres I).
Der Herr Mechanikers Scheller in Leipzig machtReise-Schreibfedcrn von Metall oder Horn, die be-ständig Dinte in sich enthalten und in der Taschegetragen werden können m). Mit der messingenenKapsel kostet das Stück ro Groschen.
s) Hieb 19. 24. k) liistor. t.ib. 19. c. 9»
«) Goguet vom Ursprung« der Gesetze, t. Th. r. B. S.190. 6) Wehr» vom Papier, e) Winkelmann- er-
ste- Sendschreiben. S- 8z- s- Zuvenei b« Carlenca»