2^6 Schreibekunff.
mern kam die Buchstabenschrift zu den TeutschemIm dritten Jahrhundert n. C. G. war schon dieRunenschrift bekannt. Gulfilas erfand um das Jahr,izc> eine Buchstabenschrift für die Gothen, und Cy-rill aus Lhessalonich erfand um das Jahr ZZo eineBuchstabenschrift füi^die Slaven. Im neunten Jahr-hundert, unter Friedrich dein Teutschen, fing manerst an, teutsch zu schreiben, jedoch noch mit latei-nischen Buchstaben. Unter Friedrich ll. im iztenJahrhundert, kamen, nach Gundlings Behauptung,die jetzigen teutschen Buchstaben auf.
Einige vermuthen, daß die Phönizier zuerst nachArt der Pflug-Furchen, wie die Ochsen auf dem Ak-ker pflügten, erst eine Zeile von der Rechten zur lin-ken, und dann die folgende von der Linken zup Rech-ten schrieben mm).
Die Griechen schrieben anfangs, so wie die mor-genländischen Völker noch thun, von der Rechten zurLinken; dann schrieben ste nach der Art der Pflug-furchen, welche Schreibart fie die kadmische, oderauch nannten nr>). Pronapides von Athen,
ein Lehrer des Homer, der also 90c» Jahre vorC. G. lebte, erfand zuerst die Art von der Linkenzur Rechten zu schreiben oc>). Diese Schreibart,welche anfangs nicht gleich allgemein angenommenwurde, nannte mau die jynische. Die Chineser undJapaner schreiben ihre Zeilen nach Art der Colum,nen von oben hernicdcrwarks, und die Mepicanersangen von unten an, und schreiben aufwärts x>i).Vergl. Buchstaben, Schreibeinaffen, Tachygraphie,Kryptoyravhie,