Schreibekunst.
terstichungen der Babylonier von 190Z Jahren herwaren M). Epigenes meldet hingegen, daß die äl-testen astronomischen Beobachtungen der Babyloniervon 7S0 Jahren her gewesen wären, und Berysussowohl als auch Critodemes setzen das Alter dieserBeobachtungen gar nur auf uso Jahre hinaus KK).Indessen wird doch das assyrische Alphabet, so wiealle übrige, von dem phönizischen Alphabet her-geleitet, den» dieses und das althebräische Alphabet,welches mit dem sainaritanischcn Alphabet einerley Cha-raktere hatte, werden für die ältesten Alphabete ge-halten, von denen alle übrige abstammen. Von denPhöniziern, besonders durch den Cadmus, kam dieBuchstabenschrift zu den Griechen ü). Die älteste Pro-be der griechischen Cursivschrift, so »yie sie zu Vespa-sians Zeit war, hat Herr von Murr bekannt gemacht.Bey der Entdeckung des verschütteten Pompeji stießman im Jahr 1767 auf einSoldakenquarticr, oder aufeine Caserne, deren Erercirplaß einige mit Gpps über-zogene Säulen enthielt, woran römische Soldaten ei-ne Menge unnützes Zeug in lateinischer und griechi-scher Sprache mit Nägeln oder andern Werkzeugen auslanger Weile gekritzelt hatten. Von diesem Geschreib-sel bekam Herr von Murr durch einen Geistlichen amNeapolitanischen Hofe eine genaue Abschrift, die Herrvon Murr in Kupfer stechen ließ, und solche 1792 be-kannt machte lelc). Von den Griechen kam die Kennt-niß der Buchstabenschrift durch die Nicostrata und durchihren Sohn Evander ll), um das Jahr 274», zu denLateinern, und von diesen zu den Römern. Die He-trusker erhielten die Buchstabenschrift vorn Demara-tus aus Corinth um das Jahr ZZLü. Von den Rö-