Band 
Sechster Theil.
Seite
240
JPEG-Download
 

440 Schreibemasscn.

de des Baums, die den Samm umgibt, zu schrei-ben; wir nennen diese innere Rinde den Bast, dieLateiner nannten sie I 4 ber> daher ein Buch den Nah-men leider erhielt l). Die Römer bedienten sich da-zu besonders des Basts von der Linde,daher gute Lateiner auch einen Bogen so zu benennenpflegten k). Auch schrieb man auf den Bast desAhornbaums, der Birken und des Ulmbaums. Dannfing man an, auf Baumrinden zu schreiben l), wel-ches noch jetzt die Amerikaner thun m), und nun schrittman immer zu härteren Materialien fort. Zur Zeitdes Jesaias n) und des Habacuc o) schrieb man aufHolz. Auch Solons Civilgesetze waren auf Brettergeschrieben p). Nach einigen sollen auch die Gesetzeder Römer anfangs auf 10 eichene Tafeln geschriebengewesen sey«. Die Römer schrieben auch auf hölzerneTafeln, die mit Wachs überzogen waren; mit demspitzigen Theile des Griffels gruben sie die Buchstabenein, und mit dem breiten Theile löschten sie solchewieder aus g). Zierliche Schriften wurden mit einerschwarzen Farbe auf elfenbeinerne Tafeln geschrieben,wie Ulpian r) und andere s) melden. Auch sollennach einigen die Gesetze der Römer auf re> elfenbei-nerne Tafeln geschrieben gewesen seyn. Schriften, diedauerhaft seyn sollten, wurden in Erz gegraben.Auf dem ehernen Kessel, den Cadmus der Minervawidmete, standen die phönizischen Buchstaben r). Alsdie Römer zu den ersten ro Gesetzkafeln noch zweyneue hinzuthaten, nahm man dazu zwey Tafeln vonErz - und grub die Gesetze hinein. Schon zu HiobSZeit schrieb man mit eisernen Griffeln auf bleyerne

Ta-