«44 Schreibetafeln — Schreibetisch.
Schreibetafeln. Man vermuthet, baß dieencaustische Malerey der Griechen zur Erfindung derSchreibetafeln Gelegenheit gegeben habe. Die älte-sten Schreibetafeln bestanden bloß aus Holztafcln,in welche die Züge oder Buchstaben eingeschnittenwurden a). Solcher Holztafcln bediente man sichschon znr Zeit des Bcllerophon (f. Schreibekunst).Dann überzog man die hölzernen Tafeln mit Wachs,in welches man die Buchstaben mit dem spitzigenTheile des Griffels eingrub und mit dem breitenTheile wieder auslöschte b). Solche Wachskafeln gabes schon vor dem trojanischen Kriege, wie Pliniusc) aus dem Homer versichert. Durch solche beschrie-bene Wachstafeln gab Demaratus den Lacedämo-niern Nachricht, daß Darms den Krieg wider fie be-schlossen habe ä). Aus einem Schreiben des Augu-stiners e) vorn Jahre Zyo n. C. G. erhellet, daßman damahls auf elfenbeinerne Tafeln schrieb. DieSicherheitS - Schreibetafcln, die sich vermittelst ei-nes daran angebrachten Mechanismus in der Taschebefestigen, so daß fie nicht heimlich herausgezogenwerden können, ohne daß man es nicht merken soll-te, hat Herr Thouverez erfunden f).
<) ILä. OiiA. I.i>>. VI. e. 8. b) Ibiä. e. ir undlilb. ,9. esp. 19. c) klin. I.ib. I. epik. 2.
7. epiti. 27. ä) lukiu. ll. io. n. iZ. leg. Univer-sal - 8ex. VII. p. 48 >. e) ^Ußuliinvr L^iü. IA. k^Ior.LUit. I) klvtice äs l'rVImaiiac Lau? Veire äs >r!lc>-«ies. karis. 1790. 587.
Schreibetisch. Zu Rouen wurde eine neueArt von Schreibetisch erfunden, der ü Fuß lang,S Fuß breit, s i/s Fuß hoch ist, und den Nahmen