Band 
Sechster Theil.
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Schuhmacherhandwerk. «5A

-es Morgenlandes durch den brennend heissen Sandsehr bald genöthiget wurden, ihre Füße zu bekleiden.Anfangs geschahe dieses bloß dadurch, daß man einStück Holz, ein Brett, welches man in der Folgenach der Form des Fußes schnitt, als eine Sohleunterlegte und mit einem Band oder Riemen andem Fuße befestigte. Solche Schuhsohlen wurdennoch zu Abrahams Zeit getragen a). Moses b) undJosua c) scheinen schon Schuhe gehabt zu haben, dieden ganzen Fuß bedeckten, welches daraus wahrtscheinlich wird, weil Josua bereits der geflicktenSchuhe ä) gedenkt. Judith hatte schon so schöneSchuhe, daß sie den Holofernes verblendeten e).Der Erfinder der Schuhe ist aber nicht bekannt, weilsie von einem geringen Anfang, wozu die Noth zwang-nach und nach erst ihre vollkommene Form erhiel-ten. Pofidonius sagt- der Schuh sey von weisenMännern erfunden worden. PliniuS gibt einen Boe-thius, den man weiter gar nicht kennt, für den Er-finder der Schuhe aus k). In China sollen die Schu-he unter dem Hoangti erfunden worden seyng).

Bey den Griechen trug man auch anfänglichnur Sohlen, die man mit Riemen befestigte. Herelegte Sohlen unter die Füsse l>). Diese Art Schuhewar es wohl- die schon in den heroischen Zeiten beyihnen im Gebrauche war i). Doch trugen sie auchschon eine Art Stiefeln von Ochsenhäuten, die sieroh um die Beine legten Späterhin trugen dieAthenienser sehr zierliche Stiefeln l).

Der Stoff, woraus die Alten ihre Schuhe be-iretteten, war sehr verschieden. Die Egyptier floch««en ihre Schuhe aus Papyrus, die Spanier aus