2F4 Schuhmachcrhandwerk.
Pfriemenkraut oder Pfriemengras, die alten Teiik-jchcn hatten hölzerne Schuhe, wie sie noch die a»inen Weiber in Frankreich tragen, die solche Galo-schen nennen. Die Indianer machten ihre Schuheaus Baumrinden m), und die ersten Spanier in Ame-rika machten ihre Schuhe aus der Rinde des BaumsGaguey n).
Die verschiedenen Gattungen von Schuhen,welche die Römer kannten, waren i) 8olea, dieseArt Schuhe bestand aus einer Sohle, die mit ei»nein Riemen befestiget wurde. Man trug sie znHause statt der Pantoffeln. 2) Hanäalia warenunter den schlechten Schuhen die gewöhnlichsten undwurden auch mit Riemen zusammen gebunden, z)(alcsus war der ganze Schuh und bedeckt den gan-zen Fuß bis an die Schienbeine. Man trug sie inGesellschaften oder wenn man ausging. 4) Jul-iens war ein zierlich gesteppter und ausgenäheterSchuh von Purpurleder, und wurde zuerst von denKönigen der Albaner und nachher auch von den rö-mischen Ralhsherren getragen. L) perones warenHalbsticfeln; Cluver beweiset, daß die alten Teut-schen dergleichen getragen haben. 6) 8occl, wovonnoch der Nahme Socken bey uns übrig ist, wiewohljene bey den Alten nicht nur bis an die Knorren, son-dern bis an die Waden gingen. 7) Corburni warenSchuhe mit hohen Absätzen, deren Lenophon, Juve«nal 0) und Clemens von Alepandricn schon gedenken.Man will den Aeschylus für den Erfinder der Cothurnenhalten. Lenophon und Clemens von Alc^andrien mel-den, daß das Frauenzimmer schon damahls, um grö-ßer zu scheinen, viel Kork in die Schuhe legte. Nur die