Band 
Sechster Theil.
Seite
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sz6 Schuhmacherhandwerk.

eines Edelmanns »; Fuß lang. Hieraus ist auchdie Redensart, auf den großen Fuß leben, z« er.klären s). In Zürch wurden Schuhe mit solchenSpitzen, in die man etwas legen konnte, wie auchdie genestelten Schuhe, im Jahre iZ?o verbothen r).Im Jahre 14^2 hielt der Kard'nal Cäpistranus eineStrafpredigt in Nürnberg gegen die spitzigen Schu-he u), und >460 gab der Rath zu Nürnberg denSchustern ein gewisses Maaß, wie lang sie die Spitzenan den Schuhen machen dürften v), und im Jahre>47Z wurden die Schnabel, oder Spitzen an denSchuhen von dem Rathe in Nürnberg auf Ansuchendes Bischofs von Bamberg, verbothen v). InBern machte man 1470 die Verordnung, daß dieSchnabel an den Schuhen nur eines »ordern Fin-!gergclenks lang seyn sollten.

Schon die Römer mächten großen Staat mit ih-«ren Schuhen. Plinius sagt: unsere Damen begnü-gen sich jetzt nicht mehr - nur die Oberdecken undBänder ihrer Staaks-Schuhe mit Edelsteinen undGemmen zu besetzen, sondern sie sticken auch ihreHaus-Schuhe und Pantoffeln damit. Ja, sie sinÜnicht einmahl mehr mit bloßen Edelsteinen zufrie-den, sie müssen jetzt der Mode nach auf Perlen ge-hen, und königlichen Schmuck mit Füssen treten.

Die genestelten Schuhe erhielten sich bis ins r6teJahrhundert. Die Schuhe waren aufgeschnitten,daß die Zähen hindurchblickten, und zwar so eitel,daß man Ringe mit Edelsteinen daran steckte x).

Karl IX. in Frankreich errichtete im Jahre iz7zdie Schuster-Gilde

Im