AZ4 Siegellack.
Die älteste Urkunde vom Siegellack hat man denNachforschungen des Herrn Amtmann Johann PhilippRoos zu Merzchcim zu verdanken, der in dem Rhein-gräflich Dhaunischen Archive einen Brief entdeckt hat,der aus London vom r6ten Sept. >datirt ist, undden Gehart Herman (Gerhard Hermann) an denRhcingrafen Philipp Franz von Dhaun schrieb ; dieserBrief, an welchem noch die Spuren des rothen Sie-gellacks vorhanden sind, ist die älteste Urkunde vom Ge-brauch des Siegellacks x). Ferner hat Herr Roos ingedachtem Archive von eben diesem Gerhard Hermannnoch zwey Schreiben entdeckt, welche mit schwarzemSiegellack gesiegelt sind; daS erste ist vom 2 Z. Dec.rZL3 und das zweyte vom 8. Februar i.zz4. Schonehe Herr Roos diese Urkunden fand, halte er indemWild - und Rheingräflich Dhaunischen Archive einenBrief entdeckt, denn dieser Gerhard Hermann ausLondon am zten August, iLZ 4 an den Rheingra-fcn Philipp Franz von Dhaun schrieb - mit demGerhart Hermann genau bekannt gewesen seyn muff,oder wohl gar als Gcschaftsbcvollmächtigter in denDiensten des Rheingrafen stand und sich deswegenin England aufhielt. Die Jahrzahl dieses Briefs istmit arabischen Ziffern geschrieben und kann alsonicht bezweifelt werden, und der Brief selbst hat eindunkelrothes glänzendes mit «. « bezeichnetes Sie-gel von unserm Siegellack. Da diese älteste mitSiegellack gesiegelte Briefe aus England geschriebenwurden: so hat man daraus geschlossen, daß dasSiegellack zuerst in England gebräuchlich wurde.Allein die Sprache, deren sich Gerhard Herrmannin seinen Briefen bedient, ist die Niederländisches