Siegellack.
falsch schreiben) ^.romstuin er ümylicium aliquot dillo-ris, welches Buch; >Lüg zum erstenmahl gedruckt wur-de, wo der Verfasser bey dem Guminilack ausdrück-lich anmerkt , daß daraus Stangen zum Versiegelnder Briefe gemacht würden. Diese Schrift beweisetzugleich deutlich, daß das Siegellack im Jahr ,§6;den Portugiesen bekannt wurde, und wahrscheinlichhaben die Portugiesen diese Erfindung den Indianernabgelernt, denn Tavernier gedenkt auch der Berei-tung des Siegellacks in Ostindien.
Herr Roos hat ferner in dem Wild-und Rhein-gräfl. Dhaunischcn Archive zwey zu Orcamp in derPicardie im Jahr 1.566 und eitlen von Paris 1^67an den Rhcingrafcn Friedrich geschriebene und mitrothem Siegellack gesiegelte Briefe gefunden.
In dem Archive zu Weimar entdeckte Herr Archi-varius Neuberger einen aus Paris den iLten Maygeschriebenen und mit rothem Siegellack gesie-gelten Brief eines französischen Edelmanns, Nahmensde Vulrob, der ehedem Gesandter am WeimarischenHofe gewesen war. Merkwürdig ist, daß dieserEdelmann vorher neun Briefe mit gemeinem Wachsgesiegelt hatte, aber dieser zehnte Brief war mit or-dentlichem rothen Siegellack gesiegelt bb).
Die älteste gedruckte Anweisung Siegellack zuma-chen, hat der Herr von Murr in einem 1L79 gedruck-ten Buche gefunden, welches den Titel führt: NewTitularbuch sambt etlichen hinzugethanen Geheimnüf-sen und Künsten, das Lesen und die Schreiberey be-treffende, durch Samuelen Zimmermann,,Bürgerzu Augspurg. 164. S. in 4. ohne Vorrede und Re-gister